Ein erfolgreiches Date – Singlebörsen-Erfahrungsbericht
Manchmal öffnet sich ein Sternenfenster. Und die Dinge kippen aus dem Rahmen eingefahrener Routinen. Begegnungen jenseits des Alltäglichen werden möglich.
Vollmondnächte sind oft solche Gelegenheiten. Egal, ob man im echten Leben auf der Jagd ist oder sich auf Singlebörsen umschaut – immer ein guter Termin für aussergewöhnliche Erlebnisse. Dies ist ein tasächlicher Singlebörsen-Erfahrungsbericht.
Vor wenigen Tagen, ich komme am Abend nach Hause von einer Veranstaltung mit aufgeblasenen Werbebossen. Uninspiriert. Es ist schon spät, ich bin zu müde, um noch auszugehen, aber Ablenkung tut Not. Ich werfe den Laptop an, schau, wer auf meiner bevorzugten Singlebörse (die blauweisse, if you know what i mean) gerade online ist. Ein Profil sticht mir ins Auge – es ist ohne Foto, aber mit einer interessanten Überschrift: „Kannst du auch bei Vollmond nicht schlafen?“.
Schlafprobleme? Ich? Nie. Aber bei Vollmond ist immer eine erstaunliche Energie in der Stadt … Du kannst sie spüren … Die Art, wie dich Frauen auf der Straße anschauen, wenn Du vorbeigehst …. Und ich habs heute nicht bemerkt, den ganzen Tag nur gearbeitet. Aber es ist noch nicht zu spät …
Ich schreibe sie an – gehe in meinem Mail auf ihre Vollmond-Frage ein, ein kurzes, charmantes Mail. Mein Profil ist sehr direkt – es ist klar, dass es um Sex geht, aber es ist raffiniert formuliert, damit sich eine Frau nicht als Schlampe fühlen muss. Ihre Anwort kommt sofort zurück. Es ist bald klar, dass es interessantere Möglichkeiten gibt, eine schlaflose Nacht zu nutzen, als zuhause vorm Computer zu sitzen. Und manchmal passts einfach. Und ganz ohne die üblichen Vorwände. So wie die Headline ihres Profils formuliert ist, rechne ich mir gute Chancen aus, dass das noch heute abend was werden könnte … Auch ihre Antworten kommen immer schnell zurück – sie ist zuhause und hat wohl nichts vor, meine Mails bringen sie in Stimmung. Ich habe Schritt für Schritt den Sex-Faktor erhöht … Als ich sie angeschrieben habe, wars 22 Uhr, mittlerweile ist. Ich frage sie, ob sie spontan ist. Das ist eigentlich eine Eigenschaft, die die meisten Frauen zu besitzen behaupten – und meine Frage ist natürlich eine Challenge. Sie bejaht. Mein Abenteuer heute abend noch rückt näher. Ich schlage vor Fotos auszutauschen, und schick ihr meine Telefonnummer und frag sie nach ihrer.
Sie sieht gut aus, eine Lebendigkeit und Lebensfreude geht von ihr aus. Es ist schon spät, ich bin müde, aber voller Lust … Hab ich genug Energie für diese Action jetzt? Denn wenns was wird, dann solls auch richtig was werden. Toller, leidenschaftlicher Sex. Ich mache einige Liegestütz und bringe meinen Kreislauf wieder auf Touren. Ja, ich will spielen.
Ich rufe sie an. Nette Stimme. Zuerst ganz unverfängliche Plauderei, nicht zuviel Gas geben zu Beginn. Ich frage sie, ob sie auf einen Drink bei mir vorbeikommen mag. Ich checke meinen Kühlschrank, Limetten sind da. Meine Caipirinhas sind berühmt. (Später komm ich drauf, dass ich zuviel versprochen habe, es mangelt an Eiswürfeln. Aber ich hatte auch nicht mit Gästen gerechnet heute).
Zwei Stunden nach meinem ersten Mail an sie läutet sie an meiner Tür. Es ist ganz entspannt. Statt Caipirinhas gibt’s einen guten Chardonnay. Wir sitzen auf der Couch, reden, necken uns gegenseitig. Witzig, es ist als ob ich bei einem alten Freund zu Gast wäre, sagt sie. Sie schaut aus meinem Fenster, ich stell mich neben sie, lege den Arm um sie, als die kalte Winterluft hereinweht. Als sie das Fenster schliesst und sich aufrichtet steht sie neben mir, ich habe noch immer den Arm um sie, sie kommt näher. Ich streiche ihr übers Gesicht und küsse ihren Nacken. Unsere Berührungen werden schnell intensiver, die Umarmung fühlt sich richtig an. Ihr Atem wird schwerer, ich erspüre ihre nackten Brüste unter ihrem Pullover, sie trägt keinen BH.
Und der Rest gehört wohl nicht mehr hier her …
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